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Holzböden reinigen: versiegelt, geölt und die Fehler dazwischen

In Hamburger Altbauwohnungen liegen überwiegend Dielen, in Neubauten Fertigparkett oder Vinyl. Die Pflege unterscheidet sich grundlegend — und der häufigste Schaden entsteht durch das gleiche Mittel, das überall sonst funktioniert: Wasser.

Kurzinfo

Zeitaufwand20–30 Minuten pro Raum
Schwierigkeiteinfach
Was Sie brauchenWischmopp, Holzseife
Bei CleanWhaleTeil des Standardtermins

Bodenart erkennen und behandeln

BodenErkennungPflege
Versiegeltes ParkettWassertropfen perlt abnebelfeucht, neutral
Geölte DielenTropfen zieht dunkel einHolzseife, nachölen
Gewachstmatt, fühlt sich seidig antrocken, Wachs auffrischen
LaminatFugen mit Klick-Kantenebelfeucht, nie nass
Vinyl, Designbodenweich, warmfeucht, neutral

Was Sie brauchen

Verbrauchsmaterial:

  • neutraler Bodenreiniger
  • Holzseife für geölte Böden
  • Pflegeöl zum Auffrischen

Werkzeug:

  • Wischmopp mit gut auswringbarem Bezug
  • Staubsauger mit Parkettdüse
  • Filzgleiter für Möbelfüße

Schritt für Schritt

  1. Bodenart bestimmen. Ein Wassertropfen an einer unauffälligen Stelle: Perlt er ab, ist der Boden versiegelt. Zieht er dunkel ein, ist er geölt und braucht andere Mittel.
  2. Erst saugen, dann wischen. Sand wirkt unter dem Mopp wie Schleifpapier. Auf Holz ist Saugen vor dem Wischen keine Option, sondern Voraussetzung.
  3. Nebelfeucht arbeiten. Der Mopp muss so ausgewrungen sein, dass der Boden nach zehn Sekunden trocken ist. Stehendes Wasser dringt in Fugen und lässt Holz quellen.
  4. In Faserrichtung wischen. Längs zur Diele, nicht quer. Das folgt der Struktur und hinterlässt weniger Schlieren.
  5. Geölte Böden mit Holzseife. Sie reinigt und führt zugleich Fett zurück. Neutrale Allzweckreiniger entfetten dagegen und machen die Oberfläche mit der Zeit stumpf.
  6. Ein- bis zweimal im Jahr nachölen. Nur bei geölten Böden, dünn und in Faserrichtung. Versiegeltes Parkett verträgt kein Öl — es bleibt klebrig darauf liegen.

Was Holzböden zerstört

  • Dampfreiniger — Hitze und Wasser lösen Versiegelung und Leim
  • Essigreiniger — greift Versiegelung und Ölschicht an
  • Stehende Pfützen, auch kurz
  • Möbelfüße ohne Filzgleiter
  • Rollstühle und Bürostühle mit harten Rollen ohne Unterlage

Kratzer und Druckstellen

Feine Kratzer in versiegeltem Parkett lassen sich mit einem Retuschierstift in passender Holzfarbe kaschieren; tiefere brauchen ein Anschleifen der Fläche und sind kein Reinigungsthema. Auf geölten Böden ist die Lage günstiger: Dort lässt sich eine beschädigte Stelle punktuell anschleifen und nachölen, ohne dass die Reparatur sichtbar bleibt.

Druckstellen von Möbelfüßen sind vermeidbar, nicht reparierbar. Filzgleiter unter jedem Stuhl- und Tischbein sind die günstigste Bodenpflege überhaupt.

Altbau-Dielen in Hamburg

Alte Dielen haben breite Fugen, in denen sich Staub sammelt. Sie lassen sich am besten mit der Fugendüse aussaugen, nicht mit Wasser bearbeiten — feucht gewischte Fugen sind die häufigste Ursache für Quellränder und Knarzen. Was in einer Altbauwohnung sonst zu beachten ist, steht unter Naturstein reinigen für Fensterbänke und Schwellen.

Wenn Sie es nicht selbst machen möchten

Vor einer Wohnungsübergabe lohnt es sich, geölte Dielen fachgerecht reinigen und auffrischen zu lassen. Mehr dazu auf der Seite Grundreinigung Hamburg. Passend dazu: Welches Mittel für welche Oberfläche.

Reinigung buchen — Termin in zwei Minuten, Bezahlung per Überweisung mit Rechnung fürs Finanzamt.

Bildnachweis: „Fischmarkt in Hamburg von oben“ von Christoph Scholz, Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 4.0.

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